Meine YouTube Reise – Was ich aus vier Jahren YouTube gelernt habe


Meine YouTube Reise – Was ich aus vier Jahren YouTube gelernt habe



Mein Youtube Kanal auf einen Blick


Vor ein paar Wochen wollte ich unterwegs einen Blogbeitrag über einen Lippenstift lesen. Ich fand keinen. Und plötzlich saß ich da und schrieb selbst wieder einen Blog.Ich hab dir bestimmt schon einmal erzählt, dass das hier quasi nicht mein erster Blog ist und ich eigentlich aus einer ganz anderen Szene komme. Das steht in der „Über mich“-Seite kurz angerissen, doch ich dachte, ich schreibe da mal ein wenig mehr zu. 

Ich habe 2014 angefangen zu bloggen und bin schnell mit Lipstickbunnies in meinem Traumhobby gewesen. Doch nach einigen tollen Jahren habe ich ab 2021 gemerkt, dass ich eben kaum noch Lesende habe, und das war mein Moment, zu beschließen, keinen Blog mehr zu führen. Doch was folgt nach einem Herzensprojekt? Für mich war es YouTube und damit eine komplette Umstellung, weil ich bis dahin das Sprechen in die Kamera kaum gewöhnt war. Außerdem hatte ich schon Probleme, mich zu zeigen, ohne alle „Mängel“ zu beseitigen. Dazu komme ich aber gleich nochmal.

Also musste ich plötzlich Videos schneiden lernen, Thumbnail bauen und verstehen, warum jeder von der perfekten Beschreibung gesprochen hat. Und ich gestehe, ich liebe es Neues zu lernen oder aus zu probieren. 

Der Perfektionismus wird zur Falle

Für mich fing alles an mit kleinen Beauty-Videos und grauenvoller Qualität (Ich habe später richtig aufgefahren in Qualität) . Nach 2 Videos wurde ich nicht warm und hatte mich schon ein bisschen mit Make-up-Live-Streams zufrieden gegeben. Aber ich habe dann weitergemacht und mit einer tollen Kooperation konnte ich meinen Kanal auch sehr gut bespielen. Danke in dem Sinn an meinen Partner. 💚

Ich dachte damals ich müsste Beauyt Youtuberin sein, weil ich meine Social Media Follower nicht vergraulen-, sonder zu YouTube locken wollte.

So saß ich also Stunden lang unter den Scheinwerfern der Hölle und fing an Make-up-Tipps zu geben, neue Produkte vorzustellen und auch das große Thema Skincare kam auf YouTube nicht zu kurz. Doch genau hier kam mir mein gelernter Perfektionismus sehr in die Quere. Aber nochmal zurück zum Bloggen. Während ich erst mal anfing, komplett unprofessionelle Fotos zu machen, kamen die ersten Tipps von damaligen Kolleginnen rein und ich fing an, sie umzusetzen. Hier mehr Licht, da ein bisschen mehr die Bilder schärfen. Mach mehr Bronzer und Highlighter auf dein Gesicht, denn die Kamera schluckt das alles weg (das ist übrigens sehr wahr). Zeig dich besser und achte darauf, wie das Licht fällt. Und dann kam Instagram um die Ecke und genau dort wurde dann Hautglätten, Retusche an deinen Falten und Co. gemacht. Ich hingegen war mir zu fein dafür bzw. ich wollte keinen verarschen Doch der Account wuchs nicht, so wurden meine Instagram-Bilder auch geglättet. Mach das nicht, denn ich bin nicht sehr stolz drauf!

Mein Kopf war also geprägt von Perfektionismus. Keine Rechtschreibfehler, war auch so ein Ding. Dabei fand ich die immer sehr sympathisch bei anderen Bloggerinnen. Es zeigt eben auch, dass man menschlich ist. Daher, wenn hier Fehler sind, dann sind die halt einfach da. Und sie bleiben hier. Aber YouTube ist eine andere Geschichte. Perfekt solltest du auch sein (auch wenn ich bis heute nicht weiß, was man unter „perfekt“ versteht), vor allem in der Beauty-Szene. Ich fühlte mich nie wohl in der Abteilung. Ich mag es generell nicht, in Schubladen gesteckt zu werden. 

Wer bin ich? Ich bin halt Vanessa Frieda Luise und den Rest lernt man kennen.


Alltag in der Beauty Szene und der Bruch

Doch der Alltag sah so aus: Aufstehen, Pflegeroutine, dann Produktvideos aufnehmen im heißen Kunstlicht, Schminken vor der Kamera und dem Licht aus der Hölle und dann versuchen, sich immer im besten Licht zu zeigen. Fotos machen von sich für Social Media, Mini-Videos machen. Meine Haut kann das aber nicht und ich habe langsam das Produkt verschwenden gehasst. Denn um ehrlich zu sein, habe ich kaum einen Look länger als eine Stunde getragen. Das ist einfach nichts. 

Einen weiteren Punkt gab es noch: Kunstlicht oder natürliches Licht? Das eine bringt Farben für zb Lippenstifte oder Lidschatten besser raus und das Andere sagt dir eben wie es im Alltag aussieht. Diese Frage hat mich immer wieder aufgefressen. 

Nach dem Abschminken kam dann das Schneiden der Videos. Und hier musst du die Kontrolle über alles haben. Dein Licht, deine Wortwahl und wie wirken die Produkte. Beauty YouTube erlaubt dir keine Fehler, oder eben keine unperfekte Haut. Mittlerweile ist das ein wenig anders, aber auch hier sehe ich viele seltsame Dinge.

Alltag als Beauty Youtuberin in einem KI generierten Comic aufgezeigt. Mit Hitze am Ringlicht, vollgeräumter Schminktisch überall Kameras und Beauty Produkte


Also habe ich nach einer sehr harten Zeit für mich (private Story) immer mehr von Reactions geschaut und hatte mega Spaß dran. Nische gewechselt? Ja, genau das war jetzt an der Zeit und so zog es mich weg vom Beauty hin zu Reactions.

Bei der ersten Reaction war ich super nervös und ich wusste nicht so richtig was ich mache. So habe ich auf eine neue Catrice Collection reagiert und war am Ende super stolz auf mich. Genau hier hatte ich auf einmal richtig Lust drauf auch andere Reactions aus zu testen. Ob auf die Videos von Julien Bam (schau diese Film Reihe an), auf Rezo reagieren oder andere Dinge, es war so ein gutes Gefühl nicht mehr in der Beauty Szene zu sein.

Doch der Umbau ist einfach nicht gut gelaufen. Follower gehen, verständlicherweise. Doch dann stellte ich erst einmal fest, wie schwer es ist, auf Dinge zu reagieren. Sag nichts Dummes, denn es wird dir angelastet. Versuch bloß nicht, was Eigenes zu machen, wird nicht geschaut und wehe, ich habe auf ein Video zu einem „Drama“-Thema reagiert. Hier konnte ich schon die Kommentare riechen. 

Eine Frau, die Sport Videos macht? Hier ging es auf einmal total ab in den Kommentaren. Man meinte ich habe nach über 30 Jahren Fan sein keine Ahnung von Fussball oder Wrestling. Meine Kompetenz wurde komplett ab erkannt. 


Von Herzensprojekt zum Herzensprojekt

Irgendwann hatte ich einfach nur noch die Schnauze voll und fing an, gechillt auf Survival-/Abenteuerserien zu reagieren. Hier fühle ich mich so wohl und kann reagieren wie Vanessa reagiert, wenn ich eben alles am Tv schauen würde. 

Das ist ein absolutes Herzensprojekt geworden und ich liebe das total. Doch theoretisch geht hier nicht viel von Views und Co., wenn man eben versucht, nicht aufgesetzt rumzuschreien. Ich bin nicht dieser Typ und das werde ich nie sein. Dennoch werde ich meine YouTube Reise weiter machen (wenn es nicht mehr eine Million Grad hat). Doch mir fehlt die ganze Zeit etwas. 

Im Mai habe ich dann während einer Fahrt etwas versucht zu googeln und wollte einen Blogbeitrag zu einem Lippenstift lesen. Doch da war nichts zu finden. Ich war irritiert und tippte wild in meine Notizen-App. Der erste Blogbeitrag als Vanessa Frieda Luise und das nach all den Jahren? Allein das Tippen fühlte sich so gut an und ich merkte, wie ich immer mehr zu mir kam. Posten und einen Kommentar erhalten. OH, wie schön ist das bitte? Kein Druck, dass jemand in den ersten Sekunden liked, keine aufgesetzte Miene (gibt's bei mir eh nicht) und vor allem konnte ich unterwegs diesen Beitrag in mein Handy tippen. Volle Zufriedenheit trat ein und Zweifel.

Ist es 2026 noch sinnvoll, einen Blog zu starten? Ist es sinnvoll, wieder zu dem zurückzugehen, was ich so geliebt habe? Und vor allem: Wer liest das? Was soll ich schreiben? 

ein Schreibtisch auf dem ein Computer steht. Dazu gibt es Text der um das Thema "Lesen wir noch Blogs" geht.


1000 Dinge, über die ich mir einen Kopf gemacht habe, um am Ende genau hier zu landen und zu schreiben. Das ist mein 6. oder 7. Beitrag hier und ich lasse mich nicht mehr in eine Nische verschieben. Ich bin Vanessa Frieda Luise! Das ist also meine Nische ICH und ich versuche, deine Probleme zu lösen bzw. Fragen zu beantworten, mich nicht mehr hinter Perfektionismus zu verstecken und vor allem dir zu zeigen, was ich liebe!

Es kann hier quasi alles passieren. Ob du jetzt diesen Beitrag hier liest zu meinem YouTube-Ausflug oder einen Beitrag zu Foundation bei Hochzeiten. Ob du hier liest, wie du ein neues Hobby findest, oder ich dir von meinem Problem mit der aktuellen Fußball-WM schreibe. Alles kann passieren.

Ja, jetzt kommt oft „Um nix mehr zu verpassen, abonniere meinen Newsletter“. 

Der nicht Newsletter Newsletter der mich zeigt und ein paar meiner Blog Beiträge. Zu ein paar ausgedachte "Artikel"


Bla bla bla. Nee, sowas habe ich hier gar nicht, denn was soll ich dir schicken? Speicher dir halt den Blog einfach im Browser ab oder sowas. Aber das ist total dir überlassen und ich werde hier dein E-Mail-Postfach nicht zu müllen. 

Aber zur Frage: YouTube oder lieber bloggen?

Ach, das ist schon ein bisschen schwer. Am Ende sage ich aber: Bloggen. Ich kann von überall aus schreiben + posten. Ich brauche nicht immer ein Hardcore-Studio-Licht und ich denke, jeder kann sich hier durchlesen, was Phase ist. 

Ich kann jederzeit helfen und mich so an den Beitrag setzen, dass du theoretisch Nachts mit einem Baby auf dem Arm auch noch lesen kannst. Ich denke aber auch an meine Zukunft und wie ich besser arbeiten kann. Doch ganz von der Kamera weg bin ich ja nicht. Ich streame und werde eben weiter auf Abenteuerformate reagieren.

Und jetzt speichere dir meinen Blog oder habe einfach eine tolle Zeit hier mit anderen Beiträgen.


In dem Sinn

Moin

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